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Die Interessengruppe Biopsychologie und Neurowissenschaften in der Klinischen Psychologie besteht aus klinischen Psychologinnen und Psychologen, die im Rahmen ihrer wissenschaftlichen und praktischen Tätigkeit in der Klinischen Psychologie biopsychologische und neurowissenschaftliche Perspektiven berücksichtigen.

In den aktuellen Konzeptionen psychischer Störungen wird die ganzheitliche Berücksichtigung der drei Ebenen des Verhaltens betont: neben den verbal-kognitiven und motorisch-verhaltensbezogen Faktoren dysfunktionalen Erlebens und Verhaltens gewinnen biologische Aspekte zunehmend an Bedeutung in der Definition von Psychopathologie, da sie ergänzend weitere wichtige Informationen zur Differenzierung von Störungsbildern beitragen können. Neben der expliziten Berücksichtigung von biologischen Faktoren innerhalb eines bio-psycho-sozialen Grundverständnisses für die Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlung von psychischen Störungen über die gesamte Lebensspanne hinweg gewinnen sie im Rahmen der aktuellen Forschung im Spannungsbereich der Grundlagen- und klinischen Forschung stark an Bedeutung. Für eine erfolgreiche Translation der Erkenntnisse aus der Tier- und Humanforschung zu den grundlegenden Mechanismen des psychischen Erlebens und Verhaltens in Modellen zu psychischen Störungen bedarf es häufig einer non-verbalen Beschreibungsebene, die den Dynamiken ganzheitlicher Regelkreisläufe im komplexen System Mensch gerecht wird. Dabei werden die unterschiedlichen Systemebenen ((epi-)genetische, molekulare, zelluläre, neuralen, physiologische, verhaltensbezogene und verbale Ebene) und deren Interaktionen miteinander in Bezug gesetzt. 

Die daher unbedingt notwendige Berücksichtigung biologischer Aspekte in der Forschung und Ausbildung der Klinischen Psychologie und den assoziierten Anwendungsfeldern der Interventions- und Psychotherapieforschung sowie der Verhaltensmedizin setzt spezifische theoretische und methodische Kenntnisse voraus. Aufgrund des hohen interdisziplinären Fokus sind vertiefte theoretische Kenntnisse aus den Grundlagenmodellen der allgemeinen, biologischen, sozialen und differentiellen Psychologie notwendig. Vor allem aber sind es die notwendigen methodischen Kenntnisse zur Erfassung von biologischen Kennwerten in dafür adäquat konzipierten Untersuchungsanordnungen, die die besonderen Bedürfnisse des Forschungsbereiches verdeutlichen. Die Interessengruppe bietet eine Plattform zur vertieften Vernetzung und Kommunikation zwischen denjenigen Mitgliedern der DGPs, die biologische Aspekte in ihrer klinischen Forschung integrieren. Dabei hat die Interessengruppe das Ziel, auf die spezifischen Bedürfnisse des Forschungszweiges hinzuweisen.

Gründungsmitglieder sind in alphabetischer Reihenfolge:

Gregor Domes                     Philipp Kanske               Jan Richter
Tanja Endrass Peter Kirsch Brigitte Rockstroh
Herta Flor Iris Kolassa Julian Schmitz
Alexander Gerlach Ulrike Lüken Rudolf Stark
Alfons Hamm Urs Nater Silja Vocks
Markus Heinrichs Frank Neuner  
Christiane Hermann Paul Pauli  
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